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Veröffentlicht am 29.04.2015 von Christin Seegert

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Jonny Cash – Die Legende

Jonny Cash Teil 2

Eine Legende wird geboren

Cash hatte viele Fans, die im Gefängnis saßen. Sie schrieben ihm Briefe, in denen sie ihm mitteilten wie sehr seine Musik ihnen helfen würde. Cash versuchte einige Zeit die Genehmigung zu bekommen ein Live-Album in einer Strafanstalt aufzunehmen, was von der Plattenfirma zunächst aber abgelehnt wurde.

Doch Cash blieb hartnäckig und gab am 13. Januar 1968 das berühmte Konzert „At Folsom Prison“ in Folsom State Prison.

Mit ihm traten June Carter und ihre Familie, sowie die Statler Brothers auf. Das Album wurde, trotz Bedenken der Plattenfirma, ein Riesenerfolg und stieg direkt auf Platz eins der Country Album Charts ein. 1968 verstarb Cashs Gitarrist Perkins bei einem Brand. Seitdem und bis zum Ende wurde Cash nun von Bob Wootton begleitet. 1969 nahm Cash ein weiteres Live Album in einer Strafvollzugsanstalt auf. Diesmal war der Spielort das San Quentin Prison.

Das dazugehörige Album „At San Quentin“ stieg nicht nur auf Platz eins der Country Album Charts, sondern auch auf Platz eins in den Pop Album Charts. Dies war auch sein endgültiger internationaler Durchbruch und diese Konzerte ließen ihn schon zu Lebzeiten eine Legende werden. Ende des Jahres 1969 spielte Cash im ausverkauften Madison Square Garden vor 21.000 Fans. Die dazugehörige DVD „At Madison Square Garden“ wurde allerdings erst 2002 veröffentlicht.

„The Johnny Cash Show“

Von 1969 bis 1971 lief „The Johnny Cash Show“ jeden Samstag zur Hauptsendezeit auf dem Fernsehsender ABC. Johnny Cash hatte dort viele berühmte Gäste wie Ray Charles, Joni Mitchell, Neil Young und Bob Dylan zu Gast. Die Show wurde im Ryman Auditorium aufgenommen und die Statler Brothers waren die Hausband, die somit zu großen Erfolgen kamen. Auch der berühmte Sänger und Schreiber Kris Kristofferson würde durch seinen Auftritt in Cashs Show berühmt. Während dieser Zeit gab Cash auch ein Konzert im Weißen Haus, in dem Richard Nixon der aktuelle Präsident der Vereinigten Staaten war.

Konzert Jonny und June

The Man in Black

Da Cash nur in schwarzer Kleidung auftrat erhielt er diesen Beinamen. Es war ein Kontrast zu dem sonst üblichen eher farbenfrohen Auftreten anderer Country Stars. 1971 veröffentlichte Cash den Song „Man in Black“ auf den das gleichnamige Album folgte. Dies war die letzte Nummer eins Platzierung in den Country Album Charts zu Cashs Lebzeiten. Ab der Mitte der 1970er Jahre verlor Cash etwas an Popularität. Zu der Zeit kam auch seine Autobiographie heraus, die sich trotzdem 1,3 Millionen Mal verkaufte. Er entdeckte auch das Filmgeschäft für sich und übernahm kleinere Rollen, zum Beispiel in den Serien „Columbo“ und „Unsere kleine Farm“. Cash produzierte den Film „The Gospel Road“, zu dem er – gemeinsam mit Larry Murray – das Drehbuch schrieb und auch den Soundtrack aufnahm. Der Film, wie auch der Soundtrack floppten.

Johnny Cash – The Highwayman

Die 80er Jahre begannen für Cash mit einer großen Ehre. Mit gerade einmal 48 Jahren wurde er in die Country Music Hall of Fame aufgenommen – die größte Auszeichnung, die ein Country Künstler erhalten kann. Cash veröffentlichte weitere Alben gemeinsam mit Nick Lowe, dem Mann seiner Stieftochter. Cash wurde noch einmal Tablettenabhängig, begab sich aber in die berühmte Betty Ford Klinik und wurde nach seiner Erlassung `84 bis zu seinem Tod nicht wieder rückfällig. Cash war ein treibender Keil der Outlaw Bewegung, die sich gegen die Country – Pop Vermischung auflehnte.

Er schloss sich mit Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings zusammen – die Highwaymen waren geboren.

Gemeinsam veröffentlichten sie das Album „Highwayman“ und feierten auch große Erfolge mit der gleichnamigen Single. 1986 veröffentlichte Cash seinen Roman „Man in White“ über Paulus von Tarsus. Ende der 80er Jahre gab es eine Bewegung in der Country Musik und bekannte Größen wie Cash waren nicht mehr gefragt. Sein Plattenvertrag lief aus und er veröffentlicht sein Album „Water from the Wells of Home“ bei seinem neuem Label Mercury/PolyGram. Auf diesem Album wird er unter anderen von Paul McCartney unterstützt.

Bildcredit: By Heinrich Klaffs [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

photocredit: http://www.johnnycash.com

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