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Veröffentlicht am 27.04.2015 von Christin Seegert

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Johnny Cash – The Man in Black

Jonny Cash Teil 1

Die jüngere Generation kennt ihn unter seinem Spitznamen – spätestens seit dem Hollywood Blockbuster „Walk the Line“ aus dem Jahre 2005. Doch auch die folgenden Generationen werden seinen Namen noch kennen – genauso wie seine Musik, die ganze Generationen geprägt hat und immer noch prägt.

Jonny Cash – vor der Karriere

Johnny Cash wurde als J.R. Cash geboren und wuchs auf einer Farm in Dyess, Arkansas auf. Dort arbeitet er schon mit sechs Jahren auf Baumwollfeldern. Er hatte sechs Geschwister, wobei sein Bruder Jack bereits mit vierzehn Jahren bei einem Kreissägenunfall starb. Seine erste Gitarre bekam er mit zehn Jahren von seiner Mutter geschenkt und er hatte auch einige Gesangsstunden. 1950 trat Cash das erste Mal als Solo Künstler, auf seiner Highschool Abschlussfeier, auf. Nach dem Abschluss arbeitete er am Fließband bei einem Autohersteller sowie in einer Margarinenfabrik.

Doch kurz danach ging Cash zur Air Force. Dort musste er seinen Namen in John R. Cash ändern, da die Air Force keine Initialen als Vornamen akzeptierten. 1951 wurde Cash in Landsberg in Bayern stationiert. Hier gründete er auch seine erste Band, die „Landsberg Barbarians“ und schrieb den „Folsom Prison Blues“. 1954 kehrte Cash zurück in die Vereinigten Staaten und heiratet Vivian Liberto, mit der er vier Töchter hatte. Cash arbeitet als Vertreter und traf sich abends immer mit seinen beiden Freunden Luther Perkins und Marshall Grant.

Perkins und Grant gehörten später zu den „Tennessee Three“ und waren lange Wegbegleiter Cashs. Sie spielten auch in kleineren Clubs in Memphis und in dieser Konstellation entstand auch der spezielle Sound des „Boom-Chicka-Booms“. Da keiner der drei ein Schlagzeug spielte, klemmte Cash Papier hinter die Saiten der Rhythmusgitarre und kreierte so den unverwechselbaren Sound.

Der Beginn der großen Karriere

1955 ging Cash zu Probeaufnahmen zu Sun Records, die ihn dann auch unter Vertrag nahmen. Mit seiner ersten Single „Hey, Porter I Cry! Cry! Cry!“ wurde er sozusagen über Nacht berühmt. Der Song stieg direkt auf Platz 14 der Billboard Country Songs in den Vereinigten Staaten. Nur zwei Monate später trat er im Vorprogramm von Elvis Presley auf. Im Dezember 1955 veröffentlichte er den „Folsom Prison Blues“, der ihm Platz vier in den Charts einbrachte, aber auch eine Verurteilung über 75.000 Dollar. Teile des Textes hatte er von Gordon Jenkins Song „Crescent City Blues“ entnommen, der ihn daraufhin verklagte. Sein erster Nummer eins Hit war „I walk the Line“ mit der B-Seite „Get Rhythm“ im Frühjahr `56. Cash und Perkins behaupteten, dass Cash auf einigen Aufnahmen des „Million Dollar Quartets“, an denen zum Beispiel auch Jerry Lee Lewis beteiligt war, zu hören ist. Offiziell ist dies nicht bestätigt.

Seit 1956 eröffnete er seine Konzerte mit den Worten „Hello, I’m Johnny Cash!“.

Er tourte in dieser Zeit und den folgenden Jahren auch sehr viel – hauptsächlich gemeinsam mit der Carter Familie, was seine Bekanntheit immer mehr steigerte und seine Karriere wuchs immer steiler. 1957 soll er angefangen haben mit dem Trinken und der Einnahme von diversen Drogen. 1958 wechselte Cash zu dem großen Label Columbia Records. Noch im selben Jahr erschien das Album „The Fabulous Johnny Cash“. Das Album hatte Elemente aus der Pop und Folk Musik und einige Songs erinnerten an Gospel, mit dem Cash aufwuchs.

Jonny Cashs weltweiter Durchbruch

Den weltweiten Durchbruch erlangte er 1963 mit dem Song „Ring of Fire“. Eigentlich hatte June Carter diesen – gemeinsam mit Merle Kilgore – geschrieben. Cash und die berühmte Carter Familie tourten seit 1961 zusammen. In dem Song beschreibt June Carter die Drogensucht Cashs und deren daraus folgenden Probleme und die heimliche Liebe zwischen den beiden. Cash veröffentlichte in den 60er Jahren einige Konzertalben, die für großes Aufsehen sorgten. In seinen Songs nutze er indianische Musik und stellte sich eindeutig hinter die amerikanischen Ureinwohnern, die zu der Zeit stark unterdrückt wurden von den Amerikanern und ihrer Politik. Dies sicherte ihm den Ruf als glaubwürdiger Künstler.

Cash hatte immer das Image eines Gesetzlosen, obwohl er nur selten Konflikte mit diesem hatte.

Er wurde 1965 am Flughafen verhaftet, weil er in seinem Gitarrenkoffer Amphetamine schmuggeln wollte. Zu der Zeit war Cash stark süchtig. Seine Frau ließ sich in dieser Zeit von ihm scheiden, weil sie es nicht mehr aushielt. Immerhin war Cash auch für seine Untreue bekannt. 1967 zog Cash sich in eine Höhle zurück, um dort zu sterben. Doch dank Freunden gelang es ihm einen Entzug zu machen. Die Familie Carter und vor allem June Carter waren während dieser Zeit immer an seiner Seite. 1967 trat Johnny Cash erstmal wieder nüchtern auf.

Photocredit: Oldrich / Shutterstock.com

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